Pflege zu Hause

Hilfe im Alltag

Mit unserem ambulanten Pflegedienst „Pflege zu Hause“ unterstützen wir pflegebedürftige Menschen in Sankt Augustin und Umgebung, die weiterhin zu Hause in vertrauter Umgebung leben möchten – als Alternative zum Umzug in ein Heim oder zur Entlastung von pflegenden Angehörigen. Unser Angebot richtet sich an Senioren genauso wie an jüngere Menschen, die aufgrund von Krankheit oder wegen einer Behinderung Pflege benötigen.

„Wir wissen, dass wir eine hohe Verantwortung für das Wohlergehen unserer Patienten haben. Um dieser gerecht zu werden, haben wir uns hohe Qualitätsziele gesetzt, die über die gesetzlichen Standards und Vorgaben hinausgehen“, so Dorle Walther, Leiterin von „Pflege zu Hause“.

Bei der letzten Überprüfung von „Pflege zu Hause“ durch den Medizinischen Dienst im Sommer 2021 erhielten wir die Note „sehr gut“. Hier das Ergebnis der Prüfung im Detail:

PFLEGENOTE IM DETAIL

Der erste Schritt

Wir informieren und beraten Sie ausführlich, kostenlos und unverbindlich über die Möglichkeiten der ambulanten Pflege. Zudem unterstützen wir Sie dabei, Leistungen bei der Pflege- oder Krankenkasse zu beantragen.

Die Beratungsgespräche finden in unserem Büro oder – falls gewünscht – bei Ihnen zu Hause oder auch im Krankenhaus statt. Für eine persönliche Beratung stehen wir montags bis freitags von 09:00 bis 13:00 Uhr und nach Vereinbarung zur Verfügung.

Dorle Walther

Kosten

Eine Pflegerin gibt eine Spritze

Der ambulante Pflegedienst des Karren hat einen Versorgungsvertrag mit allen Pflege- und Krankenkassen und kann seine Leistungen mit diesen direkt abrechnen. Die Kosten der medizinischen Behandlungspflege übernimmt die Krankenkasse nach Genehmigung.

Selbstzahler: Selbstverständlich können die Kosten für unsere Dienstleistungen auch privat übernommen werden. Gerne informieren wir im persönlichen Gespräch über unsere Kostensätze.

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Lesenswertes rund um „Pflege zu Hause“

Tom Kochalski (30) begann im Herbst 2020 beim ambulanten Pflegedienst des Karren „Pflege zu Hause“ eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Was hat ihn dazu bewogen, diesen Beruf zu erlernen und wie sieht sein Alltag als Auszubildender aus? Wir haben bei Tom Kochalski nachgefragt.

In Zeiten, in denen immer mehr Pflegekräfte mit dem Gedanken spielen, aus ihrem Beruf auszusteigen, machen Sie beim Karren aktuell eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Wie passt das zusammen?
Tom Kochalski: Ich finde den Pflegeberuf sehr attraktiv. Ich möchte in meinem Alltag etwas Sinnvolles machen und es ist einfach schön, den Patientinnen und Patienten zu helfen und ihnen ihr Leben etwas zu erleichtern. Ich bin mir sicher, dass sich der Beruf langfristig verändern wird: Er ist für die Gesellschaft so wichtig und wird in Zukunft auf jeden Fall mehr Wertschätzung erfahren und hoffentlich werden Pflegekräfte auch finanziell besser gestellt.

Seit 2020 gibt es keine spezialisierten Ausbildungen zum Alten- oder Krankenpfleger mehr, sondern nur noch den Ausbildungsberuf zur Pflegefachkraft. Wie finden Sie das?
Tom Kochalski: Die Ausbildung wird so wesentlich attraktiver, denn man ist breiter aufgestellt und nicht nur beispielsweise auf die Kinder- oder Altenpflege beschränkt. Ich werde während meiner Ausbildung Praxiseinsätze zum Beispiel in einem Altenwohnheim, in der Uniklinik Bonn, in der Kinderpsychiatrie sowie bei einem Hospizdienst machen. Da lerne ich ein ganz breites Spektrum an unterschiedlichen Fähigkeiten. Immer wieder kehre ich während meiner Praxiseinsätze aber zum Karren zurück, er ist schließlich mein Ausbildungsträger. Grundsätzlich wechseln sich während der dreijährigen Ausbildung Theorie in der Schule und Praxis ab.

Wie kam es bei Ihnen, dass Sie sich für eine Ausbildung zur Pflegefachkraft entschieden haben?
Tom Kochalski: Ich bin über einen kleinen Umweg zur Pflege gekommen. 2010/2011 absolvierte ich meinen Zivildienst als Schulbegleiter beim Karren. Das hatte mir so gut gefallen, dass ich in den nächsten zwei Jahren auf Stundenbasis drei Jugendliche mit Behinderungen in ihrer Freizeit begleitete, zum Beispiel zum Rollstuhl-Basketball. Dann kam der Umweg: Ich machte eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Mit der Zeit merkte ich aber, dass ich in meinem Beruf intensiver mit anderen Menschen arbeiten möchte, und kehrte so zum Karren zurück.

Wie sieht denn Ihr Arbeitsalltag aus?
Tom Kochalski: Jeder Tag ist anders, das hängt viel von den Patientinnen und Patienten, von deren Stimmung und gesundheitlicher Verfassung ab. Vor Kurzem war zum Beispiel ein Patient gestürzt und ich half ihm wieder hoch. So etwas ist natürlich nicht vorhersehbar. Auch die Aufgaben in der ambulanten Pflege sind vielfältig: Sie reichen vom Waschen, Duschen und Anziehen bis zur Versorgung mit Medikament und dem Anlegen von Wundverbänden. Manchen Patienten machen wir zum Beispiel auch das Frühstück. Als Auszubildender darf ich natürlich noch nicht alles allein machen, aber immer mehr.
Wir Pflegekräfte sind für viele Patientinnen und Patienten wichtige Bezugspersonen. Sie erzählen oft aus ihrem Leben, über ihre Sorgen und fragen nach meiner Meinung zu diesem oder jenem. Es geht im Pflegeberuf also nicht nur um die rein pflegerische Versorgung, sondern ganz viel auch um Kommunikation und darum, sich an die jeweilige Situation bei den Patientinnen und Patienten flexibel anzupassen.

Haben Sie einen Tipp für Menschen, die auf der Suche nach dem für sie richtigen Ausbildungsplatz sind, aber von den negativen Berichten über Pflegeberufe abgeschreckt sind?
Tom Kochalski: Ich finde, dass Pflegeberufe in der Öffentlichkeit oft falsch dargestellt werden. Natürlich können wir nicht trödeln, aber ich habe es bislang noch nicht erlebt, dass uns die Zeit so im Nacken sitzt, dass wir keine Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Patienten hätten. Der Beruf ist so vielfältig und gibt einem selbst auch viel – ganz anders, als wenn man am Computer oder mit Maschinen arbeitet.
Ich rate jedem – egal in welchem Beruf – zunächst ein Praktikum zu machen und sich ein eigenes Bild zu machen. Da merkt man schnell, ob der Beruf wirklich der richtige für einen ist. Für Pflegeberufe ist das besonders wichtig, denn es muss einem schon liegen, eng mit Menschen zusammenzuarbeiten. Ich bin froh, nun den für mich richtigen Beruf gefunden zu haben. Die Pflege ist so abwechslungsreich, da wird es nie langweilig. Und es ist ein Beruf, der in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist!

Fünf Jahre „Pflege zu Hause“

Anfang 2012 ging der ambulante Pflegedienst des Karren an den Start. Im Interview berichtet Dorle Walther, die Leiterin von „Pflege zu Hause“, über die Entwicklungen der vergangenen Jahre.

Frau Walther, wie hat sich „Pflege zu Hause“ seit seiner Gründung entwickelt?
Dorle Walther: Gestartet sind wir mit einem kleinen Team von vier Mitarbeiterinnen. Heute gehören 20 Mitarbeitende zum Team. Damit haben wir eine optimale Größe – nicht zu klein, aber auch nicht zu groß, was mir sehr wichtig ist.

Was zeichnet Ihre Arbeit aus?
Wir müssen täglich den Spagat zwischen betriebswirtschaftlicher Effizienz, die uns die Pflegekassen auferlegen, und unserem Anspruch schaffen, auf die Wünsche unserer Patientinnen und Patienten optimal einzugehen. Da müssen wir ab und an schon mal zaubern und die Touren zum Beispiel zeitlich so planen, dass wir es möglichst allen recht machen.

Wie groß ist denn der Zeitdruck in der ambulanten Pflege?
Da hat sich vieles verändert. Als ich 1981 begann, in der ambulanten Pflege zu arbeiten, war das Tempo sehr gemächlich. Heute haben wir für jede Tätigkeit ein festgelegtes Zeitfenster und insgesamt viel Verwaltungsaufwand. Schließlich müssen alle unsere Leistungen gut geplant und genau dokumentiert werden.
Viel hängt beim Thema Zeitdruck auch von der Einstellung der Pflegekräfte ab. Grundsätzlich planen wir so, dass keine Hetze aufkommen muss. Ausnahmen sind natürlich Notfälle, lange Staus oder wenn plötzlich das halbe Team mit der Grippe das Bett hütet. Und auf Schranken, die eine gefühlte Ewigkeit geschlossen sind, reagieren wir alle allergisch.

Wie viele Patientinnen und Patienten pflegen Sie derzeit?
Momentan sind es 87 Menschen mit Behinderungen, Senioren und andere Leute mit Pflegebedarf. Das wechselt aber oft sehr schnell. Da kommt zum Beispiel jemand für längere Zeit ins Krankenhaus und benötigt uns für diese Zeit nicht. Dann braucht jemand von einem Tag auf den anderen Unterstützung.
Die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Pflege, so wie wir sie anbieten, ist nach wie vor sehr hoch. Immer wieder muss ich Menschen absagen. Das tut mir oft leid, aber ich kann es nicht ändern. Einmal weinte sogar eine Frau aus Verzweiflung, aber wir waren damals einfach voll ausgelastet.

Was ist Ihre Vision für das Jahr 2022 – für das zehnjährige Bestehen von „Pflege zu Hause“?
Ganz ehrlich: Ich wünsche mir, dass alles so weiterläuft wie jetzt. Wir haben eine ideale Größe und ein tolles Team. Viele Patienten sagen uns, dass sie sich sehr gut aufgehoben und geborgen fühlen. Ähnliches hören wir von ihren Angehörigen, die oft sehr dankbar sind, dass wir uns um ihre Eltern kümmern. Was will man mehr?

Mit dem Pflegedienst auf Tour

Rundbrief-Redakteurin Susanne Reiff begleitete vor Kurzem die stellvertretende Leiterin von „Pflege zu Hause“ auf einer ihrer Abendtouren. Hier ihr Bericht:
„Dienstagnachmittag, 16:40 Uhr. Ich treffe Christiane Lummerzheim vor der Pflegestation von „Pflege zu Hause“. Ich werde sie heute auf einem Teil Ihrer Abendschicht begleiten und habe damit die Gelegenheit, ihren Arbeitsalltag als ambulante Pflegekraft live mitzuerleben.

Es geht los. Christiane Lummerzheim schaltet ihre Pflege-App auf dem Handy ein. Auf dem Display erscheint ihre Tour, einzelne Haltepunkte sind mit Informationen der Kolleginnen zu aktuellen Besonderheiten bei den Patienten hinterlegt. Mit der App registriert sie Fahrtzeiten sowie die Ankunft und Abfahrt bei jedem Patienten. Das ist Pflege 2.0.
Unsere erste Station ist eine Wohngemeinschaft des Karren für Menschen mit Behinderungen. Wir platzen gerade ins gemütliche Kaffeetrinken der Bewohner hinein. Fast unbemerkt verschwindet Lummerzheim mit einem Bewohner in der Toilette, um seinen Urinbeutel zu wechseln. Einer anderen Bewohnerin werden die Tabletten für die Woche in ein kleines Kästchen einsortiert. Wir unterhalten uns noch kurz mit ihr und dann geht es weiter.

Christiane Lummerzheim gehört seit Gründung von „Pflege zu Hause“ zum Team. Viele Patientinnen und Patienten kennt sie gut, das vertraute Verhältnis spüre ich sofort. Sie weiß aber auch, dass sie sich nicht festreden darf. Dafür fehlt die Zeit. Ein kurzes Gespräch gehört aber trotzdem immer dazu. Ich bin beeindruckt, dass ich von der Hektik und Eile in der ambulanten Pflege, über die ich sonst so viel lese, nichts spüre. Christiane Lummerzheim weiß, wie sie sich mit einem freundlichen Abschiedsgruß auf nette Weise zeitlich abgrenzt: „Tschüss, schönen Abend Ihnen! Machen Sie‘s gut, bis morgen!“
Unsere Tour führt weiter über Bonn-Pützchen nach Menden. Bei manchen Patienten sind wir nur ein paar Minuten, auch sie bekommen ihre Medikamente gestellt. Die Pflegekasse sieht hierfür drei Minuten vor. Bei anderen Patienten ist die Pflegekraft deutlich länger, manchmal bis zu einer Stunde, wenn zum Beispiel Baden oder Duschen auf dem Programm steht.
„Mir gefällt, dass meine Arbeit so abwechslungsreich ist“, erklärt die ausgebildete Krankenschwester. „Ich kümmere mich um Menschen mit Behinderungen, um Senioren und andere, die meine Unterstützung benötigen. Jeder Tag ist anders, die Aufgaben sind vielfältig.“

Wir sind beim nächsten Patienten angelangt. Einloggen in der App nicht vergessen, klingeln und schon schließt Christiane Lummerzheim die Wohnungstür auf und ruft fröhlich: „Guten Abend! Wie geht‘s?“. Sie hat von vielen Patienten die Wohnungsschlüssel, aber sie will natürlich die Privatsphäre wahren und klingelt daher selbstverständlich vor dem Eintreten. Hier bereitet sie das Abendbrot zu, im Kassen-Deutsch: „Selbständige Nahrungsaufnahme“. Gegen Ende der Tour wird sie nochmals vorbeischauen und beim Zubettgehen behilflich sein.

Ich lerne: Eine Pflegetour optimal zu planen, kann kompliziert sein. „Der Patient kann ja nicht schon um 18:00 Uhr ins Bett gehen, nur weil es mir zu diesem Zeitpunkt am besten passen würde. Deshalb fahre ich einige Patienten zweimal pro Schicht an“, erklärt Christiane Lummerzheim. Andere Patientinnen benötigen ihre Medikamente immer zu einem bestimmten Zeitpunkt, die anderen möchten, dass die Besuche der Pflegekraft möglichst optimal zu ihrem Lebensrhythmus passt, und geben ihre Wunschzeiten an. Meistens klappt es gut, diese Wünsche unter einen Hut zu bringen.
Als nächstes schauen wir bei einer älteren Damen vorbei und sie bekommt heute Abend zwei Insulinspritzen. Und damit ist meine Pflegetour auch schon nach 20 Kilometern und sieben Patientinnen und Patienten vorbei.

Mein Fazit: Die Zeit ist wie im Flug vergangenen. Ich habe gelernt, was in der ambulanten Pflege das Motto des Karren „Selbstbestimmt leben“ bedeutet: Es geht hier darum, die Grundbedürfnisse wie Essen, Waschen und die medizinische Versorgung im eigenen Zuhause der Patienten sicherzustellen. Für viele gehört der tägliche Besuch von Christiane Lummerzheim oder einer ihrer Kollegen ganz normal zu Alltag.
Ein Job in der ambulanten Pflege ist bestimmt nicht immer einfach. Trotzdem gefällt Christiane Lummerzheim ihr Beruf und ihr Enthusiasmus wirkt ansteckend. Beim Aussteigen aus dem Auto hoffe ich, dass sie möglichst viele Menschen damit ansteckt.“

Ihr Kontakt

Pflegedienstleitung
Christiane Lummerzheim

Tel.: 02241-8791340
E-Mail: lummerzheim@karren.de

Pflege zu Hause
Uhlandstr. 4
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241-8791340
E-Mail: pflege@karren.de

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