Leitbild

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Leitbild

Leitbild des Vereins „Der Karren e.V.“

 

1. Menschenbild

Wir sind Mitglied des Diakonischen Werkes und orientieren uns am Leitbild Diakonie.

  • Wir sehen jedes menschliche Leben als einzigartig, unersetzlich, unverfügbar und in seiner Verschiedenheit von gleichem Wert an.
  • Jedes menschliche Leben hat seinen Wert aus Gott, der jedem Menschen ein uneingeschränktes Lebensrecht verbürgt.
  • Wir achten die religiöse und weltanschauliche Herkunft jedes Menschen und fördern das Miteinander von vielfältigen Formen eigener und gemeinschaftlicher Lebensgestaltung.
  • Die Würde jedes Menschen ist unantastbar, sie ist nicht von seinen Fähigkeiten und Leistungen abzuleiten und sie wird niemals durch Krankheit und Behinderung gemindert.
  • Der Einlösung der im Grundgesetz verankerten Rechtsansprüche von Menschen mit Behinderung gilt unser ganzes Handeln.

 

2. Orientierung und Leitlinien

a) Menschen mit Behinderung und deren Umfeld
Wir handeln und arbeiten nach folgenden Leitlinien:

Bedürfnisorientierung:
Wir respektieren und achten die Grundbedürfnisse der Menschen mit Behinderung nach:

  • Sicherheit und Schutz
  • Geborgenheit und Distanz
  • Beständigkeit und Vertrautheit
  • Kontakt und Kommunikation
  • Tätigkeit und Selbstdarstellung

Selbstbestimmung / Empowerment:
Wir bestärken Menschen mit Behinderung ihre Fähigkeiten wahrzunehmen und einzusetzen, um dadurch möglichst selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten.

Förderung des Ansehens / Erweiterung des Rollenbildes:
Wir fördern das Ansehen von Menschen mit Behinderung indem wir Möglichkeiten schaffen positiv anerkannte soziale Rollen einzunehmen und zu erweitern.

Alters- und Kulturangemessenheit:
Wir schaffen alters- und kulturangemessene Wohn- und Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung.

Förderung von Integration:
Wir fördern mit unserem gemeindenahen Konzept personale und soziale Integration, durch aktive Auseinandersetzung mit dem Umfeld und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Partnerschaftlichkeit/Respekt:
Wir begegnen den Menschen mit Behinderung mit Partnerschaftlichkeit und Respekt vor ihrer Biographie, ihren Bedürfnissen, ihren Beziehungen und Potenzialen.

Individualisierung:
Wir bieten den Menschen mit Behinderung individuelle Hilfen an, indem wir ihnen die Möglichkeiten schaffen ihren Alltag und Lebensraum zu gestalten.

Förderung von Kompetenz:
Wir fördern Menschen mit Behinderung mit dem Ziel, höhere persönliche und soziale Kompetenzen zu erlangen. Ziel ist vor allem der Erwerb und Ausbau alltagspraktischer Fähigkeiten und die Schaffung von Lernfeldern in zwischenmenschlichen Bereichen.

Entwicklungsorientierung:
Wir orientieren uns an den individuellen Lernmöglichkeiten und -bedürfnissen der Menschen mit Behinderung, und erstellen dafür entsprechende Hilfeplanungen.

Rechte und Schutz:

Wir bieten den Menschen mit Behinderung Schutz und treten anwaltschaftlich für die Wahrung ihrer Grundrechte ein.

b) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Als diakonischer Arbeitgeber haben wir das Bestreben, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haupt- und Ehrenamt einen Rahmen zu bieten, in dem sie ihre individuellen Begabungen
und fachlichen Fähigkeiten entfalten und weiterentwickeln und einander ergänzen können.

  • Wir begegnen uns in gegenseitigem Respekt und Akzeptanz.
  • Durch gegenseitige Information schaffen wir Transparenz und somit die Basis für ein vertrauensvolles Miteinander.
  • Kritik sehen wir als Chance.
  • Wir fördern Eigeninitiative und Engagement.
  • Durch Aus-, Fort- und Weiterbildung sichern wir Professionalität.
  • Es ist unser Bestreben, durch finanziell umsichtiges Handeln bisher geschaffene Angebote und Arbeitsplätze zu erhalten.

c) Gesellschaftspolitischer Auftrag

  • Hilfe für Menschen mit Behinderung kann sich nicht in individueller Hilfe erschöpfen. Sie erfordert auch das Aufzeigen von Benachteiligungen in Gesellschaft und Politik. Daher setzen wir uns für die Wahrung der Rechte von Menschen mit Behinderung in Kirche, Gesellschaft und Staat ein.
  • Wir arbeiten partnerschaftlich zusammen mit den örtlichen Kirchen und anderen Gruppen, Trägern und Gemeinschaften, um gemeindeund ortsnahes Leben zu stärken.
  • Wir bemühen uns darum, ein tieferes Verständnis für Menschen mit Behinderung in der Bevölkerung zu wecken.

Beschlossen von der Mitgliederversammlung
des Vereins „Der Karren e.V., Bonn“ am
19.November 2002.